Stephens Prototyp Denkmal, Clevedon
Pioniergeist
verewigt
An der windigen Severn-Mündung bietet Clevedon eine der rauesten Küstenumgebungen, denen Stahlkonstruktionen standhalten müssen. Hier wurde ein beeindruckendes neues Denkmal enthüllt: eine originalgetreue Stahlnachbildung des Stephens Prototypen AE-174 – des bahnbrechenden benzinbetriebenen Automobils, das 1897 von Richard Stephens entworfen und 1898 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
Erstaunlicherweise ist das Originalfahrzeug auch mehr als ein Jahrhundert später noch fahrtauglich und absolviert jedes Jahr die berühmte Fahrt von London nach Brighton auf seinen originalen Vollgummireifen. Um diesem Erbe gerecht zu werden, musste die Stahlnachbildung so gebaut werden, dass sie ebenso lange überdauert. Aus diesem Grund war eine Feuerverzinkung unerlässlich.
Das Projekt wurde von Mark Reber, dem Gründer von Clevedon Cars & Coffee, geleitet, dessen Mitglieder die Mittel zur Erinnerung an das automobile Erbe der Stadt aufbrachten. Mark war sich jedoch der Risiken bewusst: Da die Skulptur das ganze Jahr über an einem küstennahen Kreisverkehr ausgestellt ist, würde sie von innen heraus rosten.
Um diese Herausforderung zu überwinden, wandte er sich an seinen langjährigen Partner, Ryan Atkin von Ryan’s Iron, dessen Schmiede in Lincolnshire in der Nähe einer Verzinkerei liegt. Gemeinsam begannen sie mitten im Winter mit der Arbeit an der komplizierten Nachbildung und mussten oft feststellen, dass sich über Nacht neuer Rost gebildet hatte.
Feuerverzinkung erhält das Denkmal
Von Anfang an war der örtliche Verzinker ein unschätzbarer Partner. Er besuchte die Schmiede mehrmals, um bei der Fertigung zu beraten und sicherzustellen, dass nichts den reibungslosen Fluss des geschmolzenen Zinks beim Eintauchen behindern würde. Die Gestaltung der Skulptur umfasste Hohlprofile und massive Stahlplatten unterschiedlicher Dicke. Um ein makelloses Ergebnis zu erzielen, wurden zusätzliche Entlüftungslöcher empfohlen, damit das Zink jede Oberfläche innen wie außen bedecken konnte.
„Ich war ein nervliches Wrack“, gab Mark in den letzten Tagen vor der Verzinkung zu. Aber dank der fachkundigen Anleitung verlief der Prozess reibungslos. Obwohl das Fahrzeug für das Eintauchen in mehr als ein Dutzend Einzelteile zerlegt wurde, konnte jeder Abschnitt erfolgreich verzinkt und passgenau wieder zusammengesetzt werden. Was einst vorzeitiger Korrosion ausgesetzt war, glänzt nun in einem schimmernden Zinkfinish, wobei jedes Detail vor dem unerbittlichen Küstenklima geschützt ist.
Wo Mark und Ryan einst gegen den Rost auf blankem Stahl kämpften, verfügt die fertige Skulptur nun über eine robuste, korrosionsbeständige Panzerung, die den Elementen für viele Jahrzehnte standhalten wird. Mit ihrem silbrigen Glanz wirkt die Nachbildung weniger wie ein einfaches Modell, sondern eher wie eine royale Kutsche – eine passende Hommage an eines der frühesten Automobile Großbritanniens, das durch die Verzinkung für das nächste Jahrhundert konserviert wurde.