Klima-Vorbild mit konsequenter Feuerver-zinkung
Klima-Vorbild mit konsequenter Feuerverzinkung
Hier entsteht Raum für Ideen, Kooperationen und technologische Entwicklung, gebündelt in einer Architektur, die ihren wegweisenden Anspruch konsequent nach außen trägt.
Charakteristisch ist seine Fassade aus feuerverzinktem Stahl, die herausragende Dauerhaftigkeit mit gestalterischer Klarheit verbindet.
Die rund 800 m² große Südfassade wurde als begrünte Konstruktion mit feuerverzinkten Pflanztrögen und Rankhilfen realisiert. Die Bepflanzung dient als natürlicher Sonnenschutz, reduziert die sommerliche Aufheizung und verbessert das Mikroklima. Bewässert wird sie automatisch über einen Dachspeicher mit Regenwasser. Das Dach fördert die Artenvielfalt und ist an Wetterdaten gekoppelt, um die Wassermengen bedarfsgerecht zu steuern. So wird die feuerverzinkte Fassade Teil eines ganzheitlichen Systems zur Klimaanpassung.
Der kompakte Baukörper mit einer Grundfläche von etwa 54 mal 45 Metern wurde mit einer hinterlüfteten Fassade und 3 mm starken Glattblechtafeln aus feuerverzinktem Stahl realisiert. Die Paneele sind sichtbar vernietet und verleihen dem Gebäude eine präzise, technisch geprägte Ästhetik.
Durch die Feuerverzinkung erhält die Gebäudehülle einen dauerhaften und robusten Korrosionsschutz, was zur Langlebigkeit und damit maßgeblich zur Nachhaltigkeit des Bauwerks beiträgt. Die metallische Oberfläche verleiht dem kantenreichen Kubus eine klare Erscheinung, die bewusst im Kontrast zur farbigen Glasgestaltung und der Fassadenbegrünung steht.
Die Unterkonstruktion besteht aus T-Tragprofilen mit thermischen Trennelementen, befestigt über Schwerlastkonsolen. Zwischen den Profilen sorgt eine spezielle, wasserabweisende Mineralwolldämmung für eine hohe Wärmeeffizienz. Auch die Fensterlaibungen sind aus verzinktem Stahlblech gefertigt und mit Lochungen zur Hinterlüftung versehen. Die wärmegedämmte Gebäudehülle wird ergänzt durch dreifach verglaste Fenster mit Sonnenschutz und thermisch verbesserten Abstandshaltern. Zusammen mit dem günstigen Verhältnis von Oberfläche zu Volumen leistet dies einen wesentlichen Beitrag zur Energieeffizienz.
Das Tragwerk besteht aus einem Stahl-Beton-Skelettbau mit Flachdecken, die bei geringer Bauhöhe maximale Flexibilität im Innenausbau ermöglichen. Die gerasterte Struktur erlaubt unterschiedlichste Nutzungsszenarien, von Coworking-Bereichen über Besprechungs- und Konferenzräume bis hin zu einem Innovationsforum im Basisgeschoss. Somit bietet das Technologiezentrum Ruhr in direkter Nachbarschaft zur Hochschule Bochum und zur Ruhr-Universität Raum für etwa 500 technologieorientierte Mitarbeitende.
Projekt-Informationen
Architektur
Tilo Pfeiffer und Matthias Kraemer (SSP AG)