FEUERVERZINKEN
Ausgabe
Q3 | 25

Zeitloses Design

Liebe Leserinnen und Leser,

diese dritte Ausgabe unseres digitalen Magazins Feuerverzinken zeigt feuerverzinkten Stahl als architektonisches Vermittlungselement zwischen Tradition und Moderne. Tradition hat das Feuerverzinken seit fast 200 Jahren als bewährter Industrieprozess zum Korrosionsschutz von Stahl. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Prozessen ist das Feuerverzinken heute aufgrund seiner Nachhaltigkeitseigenschaften relevanter denn je. Zusätzlich verleiht die Visualität des verzinkten Stahls Bauwerken eine Eleganz, die im wahrsten Sinne des Wortes zeitlos ist.

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Entdecken Sie in dieser Ausgabe, wie ein Berliner Neubau sich in die Ambiguität der Gropiusstadt einfügt, wie einer abrissreifen Londoner Werkstatt ein zweites Leben verliehen wurde oder wie Gemeinschaftsprojekte marginalisierten Gruppen zu neuer Kraft verhelfen.

Dies und vieles mehr lesen Sie im Folgenden. Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre.

Oliver Pickartz
Kommissarischer Chefredakteur

Inhalt

01
Architektur
als Schnittstelle

Zentrum für Sprache und Bewegung, Berlin-Neukölln

Die Gropiusstadt gilt bis heute als Sinnbild funktionaler Großsiedlungen der 1960er Jahre – gebaut in rationaler Klarheit, oft aber ohne räumliche Identität. Mit dem Zentrum für Sprache und Bewegung (ZSB) entsteht nun ein neuer, eigenständiger Baustein, der nicht auf Ikonografie zielt, sondern auf Integration: sozial, städtebaulich, architektonisch.

02
Zukunft bauen
aus Bestand

VinziRast am Land, Mayerling (Österreich)

Auf dem Land, eine Autostunde von Wien entfernt, steht ein Gewächshaus, das mehr erzählt als so mancher Glasbau der Gegenwart: Seine feuerverzinkte Stahlkonstruktion stammt aus den 1960er Jahren, wurde in einer St. Pöltner Gärtnerei jahrzehntelang genutzt und später demontiert, transportiert und von ehemals obdachlosen Menschen gemeinsam mit Ehrenamtlern wieder aufgebaut. 

03
Geschichte
sichtbar machen

Theaterwerkstätten, Eisenach

Die Theaterwerkstätten Eisenach wurden in einem behutsamen und zugleich zukunftsweisenden Umbau zu einem beispielhaften Ort für Handwerk, Theaterkultur und materialbewusste Architektur. Das Projekt vereint den Respekt vor der bestehenden Bausubstanz aus den 1950er Jahren mit einer klaren architektonischen Vision.

04

Bethnal Green Road, London

Im geschäftigen Herzen von East London hat sich in der Bethnal Green Road 469 eine bemerkenswerte Verwandlung vollzogen, die einer ehemaligen Textilwerkstatt neues Leben eingehaucht hat. Das ursprünglich zum Abriss vorgesehene Gebäude ist heute ein Zeugnis für innovatives Design und Nachhaltigkeit und verbindet durch einen fantasievollen Umbau Geschichte mit Moderne.

05
Londons
größtes DIY-Projekt

Church Grove, London

Das Church Grove-Projekt in Lewisham ist ein Meilenstein im Bereich des gemeinschaftlich getragenen Wohnungsbaus. Es hatte zum Ziel, ein nachhaltiges, von den Bewohnern gestaltetes Viertel mit erschwinglichen Wohnungen zu schaffen. Mit langfristiger Widerstandsfähigkeit und gemeinschaftlichem Engagement ist Church Grove das größte fertiggestellte Selbstbau-Wohnungsbauprojekt in London geworden. 

06
Pioniergeist
verewigt

Stephens Prototyp Denkmal, Clevedon

An der windigen Severn-Mündung bietet Clevedon eine der rauesten Küstenumgebungen, denen Stahlkonstruktionen standhalten müssen. Hier wurde ein beeindruckendes neues Denkmal enthüllt, das mithilfe der Feuerverzinkung das Erbe Richard Stevens’ lebendig hält. 

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